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Mit der PRINCESS SEAWAYS von Amsterdam nach Newcastle – eine beeindruckende

Zwei-Städte-Tour

 Eine Reisebeschreibung und Empfehlung des Kreuzfahrtexperten Udo HORN (Oktober 2016)

 Es gibt eine Vielzahl spannender Städtetouren zwischen  verschiedenen Ländern Europas, die man auch per Schiff unternehmen kann. Eine besonders spannende ist eine Schiffstour von Amsterdam nach Nordengland. Der besondere Vorteil liegt in der flexiblen Zeitplanung, je nachdem ob man Amsterdam als Ausgangspunkt für eine Seereise wählt oder Newcastle als Zielpunkt seiner Reise setzt. Wählt man die holländische Metropole Amsterdam als Ausgangspunkt einer Städtereise, ist es ratsam, bereits in den frühen Morgenstunden in Amsterdam anzureisen. Es bleibt somit genügend Zeit, zumindestens einige der beliebtesten Ausflugsziele rund um Amsterdam kennenzulernen.

 Die Hauptstadt der Niederlande zieht jährlich hunderttausende Touristen in ihren Bann -

 Windmühlen, deren Flügel sich gemächlich im Wind drehen, kleine Häuschen mit Fassaden aus dunkelgrün gestrichenem Holz und weißen Fensterrahmen, gebogene Brücken führen über die Wassergräben zu den Haustüren.

 Amsterdam hat aber noch viel mehr zu bieten als die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und kulturellen Highlights, die Sie vielleicht in Ihrem Reiseführer finden. Es liegt an jedem selbst, was er oder sie sehen und erleben wollen. 

 Will man eine Städtetour von Amsterdam nach Newcastle unternehmen, so gibt es einige Wege, um auf die Insel zu gelangen. Einer davon führt mit den Nachtfähren nach England.

 Neben den Fährreedereien P&O Ferries (Rotterdam/Zeebrügge-Hull) und Stena Line (Hoek van Holland-Harwich) verkehren auch die Fähren von DFDS Seaways täglich zwischen England und dem Kontinent und machen aus der Überfahrt zwischen Amsterdam und Newcastle eine 18stündige und  spannende Mini-Kreuzfahrt.

 Am späten Nachmittag des ersten  Reisetages legt  das Schiff vom  holländischen Felison Terminal in IJmuiden  ab, um Kurs in Richtung nordwestenglische Küste zu nehmen.

 Mit der kombinierten Personen- und Autofähre PRINCESS SEAWAYS der dänischen Fährgesellschaft DFDS (seit dem 30. Mai 2007 wird das Schiff auf der Route IJmuiden - Newcastle eingesetzt, die es zusammen mit seinem Schwesterschiff, der King Seaways, bedient) wird eine Fährüberfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

 Das Gefühl, als wäre man auf einer beginnenden Kreuzfahrt, spürt man schon beim Betreten des Schiffes.

 Pünktlich gegen achtzehn Uhr legt die Fähre vom Anleger des Terminals ab und gewinnt allmählich an Fahrt.

 

Es bleibt genügend Zeit ab diesem Abend, das Schiff zu erkunden. Einmal mehr beeindruckend ist die Größe, eine kleine schwimmende Stadt mit Restaurants, einem Casino und einem Tanzlokal, von den vielen Kabinen und dem technischen Equipment ganz zu schweigen.

 Das modernisierte Mittelklasse-Schiff bietet viel Komfort und abwechslungsreiche Unterhaltungsmöglichkeiten. Für das leibliche Wohl wird in den unterschiedlich  eingerichteten und auf verschiedene Geschmäcker ausgerichteten Restaurants (Seven Seas Restaurant, Little Italy, Blu Riband Restaurant,Explorers) sowie in den Bars (Compass Bar, Columbus Club, Skybar) und im Tagescafe (Lighthouse Cafe)  auf Deck 7 bestens gesorgt.

 Ob professionelle Live-Musik in der Discothek, Spiellaune im Casino, Spaß beim Bingo oder aktuelle Filmhighlights im Kino auf Deck 8  an Bord dieses Schiffes kommt ganz bestimmt keine Langeweile auf.

 Die komfortablen Innenkabinen auf Deck 4 und 5 (ca. 9 -12 m“) bieten Dusche/WC, 2 Etagenbetten, Klimaanlage, Sitzgelegenheit sowie Bettwäsche und Handtücher. Die  gleichgroßen Außenkabinen verfügen ebenfalls über Etagenbetten oder untere Betten inklusive eines Meerblicks.

Wer schon zu Beginn seiner Reise knapp bei Kasse ist, sollte allerdings in den Restaurants zuvor einen Blick auf die Preisliste werfen, denn selbst wenn das Essen an Bord reichlich und  sehr schmackhaft ist, ein Schnäppchen ist es leider keineswegs.  

 Nach einer erholsamen Nacht haben Sie die Möglichkeit ausgiebig zu frühstücken und die Einfahrt in den Hafen Newcastle  zu genießen.

  

England: beliebtes Ziel für Globetrotter

 England ist schon seit Jahren ein beliebtes Urlaubsziel für Globetrotter aus aller Welt. Klar, dass es die meisten Reisenden erst einmal in die Hauptstadt London zieht. Doch auch andere Metropolen der Britischen Inseln profitieren immer mehr vom Tourismus.

 Im Nordosten von England liegt die Hafenstadt Newcastle, die nicht nur ein beliebtes Ziel für Englandreisende ist, sondern auch als bedeutendes Industrie- und Transportzentrum gilt. Die rund unter 280 000 Einwohner zählende Stadt liegt am Fluss Tyne und wird deshalb auch als „Newcastle upon Tyne“ bezeichnet.

 Während die Geschichte des blutsaugenden Grafen ihren Ursprung in einer Ansammlung gruseliger osteuropäischer Überlieferungen hat, entspringt die Geschichte um den Zauberlehrling Harry Potter reiner Fantasie. Der entsprechende Film entstand zum Teil auf Alnwick Castle der zweitgrößte Adelssitz Englands und Stammsitz der Familie Percy, der  Earls of Northumberland, die dort noch immer einen Teil des Jahres verbringen.

 Die Vielseitigkeit Newcastles macht die Stadt zum beliebten Reiseziel. Die Überreste der Stadtmauer, die Kathedrale St. Nicholas, und die zahlreichen Galerien locken jedes Jahr Touristen aus aller Welt in die Hafenstadt.

 Das Dudelsackmuseum ist nicht nur bei Musikbegeisterten angesagt. Für Outdoor-Aktivitäten bieten sich die Wandergebiete in bergiger Landschaft nahe der Stadt an. In Naturschutzgebieten kommen Wildlife-Freunde ganz auf ihre Kosten.

 Ein Besuch in einen typischen Pub oder eines traditionellen Dorfmarkt ist ebenso ein Muss, wie Englands "New-Wave"-Weine und die kosmopolitische Küche, die international mithalten kann. Das heutige England ist einladend, sehr freundlich, faszinierend und lustig, ein Land in dem die Balance zwischen bizarren Eigenheiten der Menschen und einem ganz eigenen Sinn für Humor gegeben ist.

 Auch in Newcastle gibt es eine Menge  zu entdecken. Indes wird es für alldiejenigen Zeit, die eine Rückreise nach Amsterdam eingeplant haben, sich auf die Rückreise der Fähre ab siebzehn Uhr einzustellen.

 Wer England mit der Fähre „den Rücken kehrt“, bekommt eine Stunde geschenkt, denn an Bord der DFDS-Schiffe herrscht kontinentale Zeit.  Vorbei an der Mole von Tynemouth, fährt die PRINCESS SEAWAYS fortan mit 20 Knoten gegen die Nordseeströmung an, und wird  so gegen zehn Uhr mitteleuropäischer Zeit wieder in IJmuiden anlegen.

 Wieder bleibt genügend Zeit das Schiff zu erkunden oder einfach nur an der Compass-Bar die Erlebnisse mit Freunden oder Mitreisenden auszutauschen.

 Als pünktlich zur Öffnung des Büffetrestaurants um 7:30 Uhr am nächsten Morgen der Weckruf in den Kabinen ertönt (in drei Sprachen: Englisch, Niederländisch und Deutsch), sind es noch zwei Stunden bis zum Anlegen in IJmuiden.

  

Zum Schiff:

 MS PRINCESS SEAWAYS

 Baujahr 1986, als Peter Pan in Dienst gestellt, später als Spirit of Tasmania,  Fjord Norway, Princess of Norway, seit Februar 2011 als Princess Seaways im Einsatz

 Länge: 162,74 Meter + Breite 27,60 Meter + Tiefgang 6,20 Meter

 Bauwerft:  Schichau-Seebeckwerft AG, Bremerhaven

 Größe: 31.356 BRZ + Geschwindigkeit: maximal 21 Knoten

 Antrieb:  vier 8-Zylinder Krupp MaK-Diesel, 19.880 kW, 2 Schrauben

 Reederei:  DFDS Seaways, Kopenhagen  + Flagge: Dänemark + Heimathafen: Kopenhagen

 Besatzung maximal 205

 Passagiere  maximal 1.250 in 478 Kabinen

 Autos 450 + Frachtstellplätze 1.250 Lademeter 

Willkommen in Dänemark - Meine Tipps für einen Minitripp Eine Kurzreise an Bord  der neuen RoPax-Fähre MS "BERLIN" von Rostock nach Gedser.

 

 Willkommen in Dänemark - Meine Tipps für einen Minitripp

 Eine Kurzreise an Bord  der neuen RoPax-Fähre MS "BERLIN" von Rostock nach Gedser.

 (31.05. - 01.06.16) Fotos und Text: Udo HORN

  Es gibt viele Gründe für einen Besuch bei unseren nördlichen Nachbarn. Breite Sandstrände, atemberaubende Steilküsten, faszinierende Ausstellungen und eine pulsierende Hauptstadt.

  Dänemark ist das südlichste und kleinste der skandinavischen Länder. Die Luftlinie zwischen dem nördlichsten Punkt bei Skagen und  dem südlichsten auf Gedser beträgt 356 Kilometer, vom westlichen Esbjerg bis nach Kopenhagen sind es 301 Kilometer. Bornholm liegt weitere 150 Kilometer östlich.  Zum dänischen Königreich gehören mehr als 400 Inseln, von denen weniger als ein Viertel bewohnt sind. In Dänemark leben 5,6 Mio. Menschen. Knapp 91 Prozent sind dänischer, gut 9 Prozent ausländischer Herkunft. Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt des Landes ist Kopenhagen mit knapp 1,8 Mio. Einwohnern. (inkl. Randgemeinden)

 Für meinen Miniurlaub habe ich vorab zwei Sehenswürdigkeiten ausgewählt, die auch bei einer Tagestour mit dem Auto bequem zu erreichen und zu besichtigen sind.

 Ausgestattet mit vielen Vorab-Informationen und Tourenplänen, verlasse ich mit der neu in Dienst gestellten RoPax-Fähre MS „Berlin“ den heimatlichen Fährhafen Rostock in Richtung Gedser.

 

Erstes Etappenziel: Die berühmten Kreidefelsen von Mon.

ie weißen Klippen von Mon, die mich doch sehr an die Rügener Kreidefelsenlandschaft erinnern -  zählen zu den großen Natursehenswürdigkeiten in Dänemark und sollten auf sollten unbedingt mit im Tages-Tourenprogramm einer südlichen Dänemarkreise dazugehören.

Dramatisch stürzen die schneeweißen Kalksteinklippen im Osten der Insel Mon 140 Meter in die Tiefe, oben gesäumt von lichten Buchenwäldern. Spazierwege führen nahe  der Abbruchkante entlang und geben immer wieder herrliche Ausblicke auf die hellen Klippen und  die scheinbar endlose Ostsee frei.

Die sieben Kilometer lange Küste Mons Klingt, die die Insel nach Osten begrenzt, kann man auch an der Wasserlinie entlang folgen und märchenhafte Ausblicke genießen.

 Auch der dänische Dichter Christian Andersen (1805 – 1875) ließ sich von der harmonischen, doch abwechslungsreichen Landschaft inspirieren.

 Das angrenzende Geocenter Mons Klingt informiert über die Entstehung der Kreidefelsen. 

  In einer  sehr modernen, interaktiven Ausstellung mit einem 3D-Kino kann man die Meerestiere der Urzeit nacherleben. Durch zahlreich angebotene Experimente erfährt man, wie die gewaltigen geologischen Kräfte Dänemark geformt haben. Ab Gedser sind es ungefähr 85 Kilometer, die bequem in einer Stunde und dreißig Minuten erreichbar sind.

 

Zweites Etappenziel und sehr empfehlenswert für einen garantierten Familienspaß.

  Mittelalterzentrum Nykobing

 Wir verlassen die Insel Mon und fahren in südlicher Richtung zur Insel Falster.

  Dort erwarten uns bereits seltsam anmutende Damen und Herren in mittelalterlichen Gewändern.

 Nykøbing's Hauptattraktion ist das Mittelalterzentrum. Hier fühlen Sie sich wie in die Zeit zurückversetzt und erleben das Mittelalter einmal hautnah.

 Eine komplette Stadt des 14. Jahrhunderts ist hier nachgebaut. "Living History", nennt man die Darstellung historischer Lebenswelten durch lebende Personen. Menschen in zeitgemäßer Kleidung treiben Handel oder gehen einem Handwerk nach.

 Neben historischen Technologien in Form von Kriegsmaschinen, wie Steinschleudern und alten Handwaffen, können Sie auch an Bord eines ehemaligen Segelschiffes gehen. Auch finden fast täglich Ritterturniere, in der Hauptsaison auch Bogenschießen sowie das Abfeuern von kleineren Handwaffen statt. In den arbeitenden Werkstätten erfahren Sie wie man Seile herstellte, Stoffe gefärbt hat oder können einem Schmied bei seinem Handwerk zusehen.

 

 Die kleine „Stadt“ besteht aus einer Häuserzeile mit verschiedenen Wohnhäusern, aber auch Werkstätten, die ihre Waren zum Verkauf anbieten, einem größeren und einem kleineren Kaufmannshaus, einer Herberge und einer sich im Bau befindlichen Kirche. Die Häuser liegen an der Straße, die sich bis zum Hafen zieht.

  Zudem werden auf dem Areal auch die Lebensbedingungen im Mittelalter nachgelebt und erforscht.

 Und wer nach all dem mittelalterlichen Treiben und Handel  Hunger und Durst verspürt, ist gern zu einem üppigen Essen in das Restaurant "Zum goldenen Schwan" eingeladen.

 Nach einem sehr wechselvollen, aber auch erlebnisreichen Mini-Urlaub geht es mit der letzten Fähre gegen 22 Uhr wieder zurück in Richtung Rostock.

 

 Wer gern mehr (Meer) erleben möchte, der kann ja auch noch länger bleiben.

 Dänemark hat jedenfalls eine Menge an weiteren Sehenswürdigkeiten und Abenteuer zu bieten.  Und an passenden Übernachtungen, ob gemütliche Ferienhäuser für Familien,  modern, ausgestattete Hotels in allen Kategorien oder traumhaften Gutshausanlagen – für jeden wird  sicherlich etwas Passendes zu finden sein.

 

 Fazit meines Miniurlaubes: Dänemark ist unbedingt eine Reise wert.